Donnerstag, September 21, 2017

Braucht es denn wirklich noch einen Einkaufstaschenschnitt?

Eigentlich : Nein. So eine Einkaufstasche..... wie ich sie immer nähe..... die ist doch nun wirklich ganz einfach und fix genäht.

Allerdings werde ich immer wieder gefragt: Wie groß sind denn die Schnittteile? Wie geht denn eine französische Naht? Und was ist das überhaupt? Brauche ich denn gar kein Gurtband?

Nun. Dann mal los! Ich zeige es Euch noch mal. Hier kommt Thea. :-)


Der Vorteil von Thea dem Einkaufsbeutel ist, dass nur sehr wenig Stoff verbraucht wird. Sie ist mit den französischen Nähten trotzdem sehr stabil und hält jedem Großeinkauf stand.  :-)


Zuschnitt:

2 Stücke Stoff 45cm x 50cm für die Taschenkörper 
2 Stücke Stoff 45cm x 10cm für die Henkel 



Zunächst die Henkel bügeln. 
Die langen Seiten einmal zur Mitte hin und dann noch einmal falten und bügeln. 



Im nächsten Schritt wird der Henkel genäht, indem man ihn 3 x absteppt. So entsteht ein sehr stabiler Griff für die Tasche. Das Ganze mit dem anderen Henkel wiederholen. 



Danach werden mit Schneiderkreide und Lineal Markierungen auf die linke kürzere Stoffseite des Taschenstoffes gezeichnet.
Die erste Markierung in einem 1cm Abstand, die zweite in 4 cm und noch 2 kleine Markierungen, jeweils 15cm vom rechten und linken Rand entfernt. Diese Markierungen bestimmen nachher die Position der Henkel. 




An genau diesen Linien wird der Stoff nun 2 x umgebügelt...........



..........der Henkel dazwischengeschoben und festgesteckt. Nun knappkantig mit der Nähmaschine feststeppen. 



Jetzt nur den Henkel nach oben bügeln...............



........und ihn mit einem Viereck, durch das noch ein Kreuz genäht wird, feststeppen. Dadurch wird der Henkel besonders stabil. Diese Schritte mit der anderen Taschenseite wiederholen.



Im vorletzten Schritt werden beide Taschenteile links auf links (!) zusammengesteckt und füßchenbreit zusammen genäht.



Danach die Tasche wenden und noch einmal füßchenbreit nähen, aber die Nadelposition sollte nun nach links gestellt werden. So entsteht eine sogenannte französische Naht, die gleichzeitig die Stoffkanten versäubert und dabei sehr haltbar ist.



Jetzt die Tasche nur noch einmal wenden, bügeln und sich über das fertige Ergebnis freuen!


So........ das war nicht so schwer, oder? Wie gesagt...eine absolute Anfängertasche, aber je nach Stoffauswahl immer wieder schön! Ich kann schon nicht mehr zählen, wieviele Taschen ich schon nach diesem Schnitt genäht und verschenkt habe... :-)

Also........ran an die Stoffreste ....... der nächste Stoffkaufrausch kommt bestimmt.....und dann braucht Ihr den Einkaufsbeutel Thea bestimmt! :-)

Falls Ihr die Anleitung auch noch als Video anschauen möchtet, könnt Ihr das gerne hier *klick* tun! :-)

Liebe Grüße
Lina

Stoff: Stoff und Stil
Verlinkt zu RUMS







Kommentare:

  1. sehr schön! je simpler, desto besser. dann kann man sich nämlich beim verzieren noch etwas austoben. :)
    liebe grüße, doro kaiser.

    AntwortenLöschen
  2. Ja, genau.
    Das ist die Einstiegsdroge :)
    Das hast du gut erklärt!

    AntwortenLöschen
  3. Jetzt weis ich endlich was eine französische Naht ist. Meine Großmutter hat dazu immer rechts/links-Naht gesagt.
    Viele Grüße Bettina

    AntwortenLöschen
  4. Ja, braucht es! Unbedingt. Denn Einkaufsbeutel kann man nie genügend haben! :-))
    Liebe Grüße Bine

    AntwortenLöschen